Hugo Weyermann


Hugo Weyermann, Schweizer Autor aus Buchs ZH

Geboren am 23.04.1959 in Grenchen
(Kanton Solothurn/Schweiz),

aufgewachsen in Büren an der Aare
(Kanton Bern/Schweiz),

kaufmännische Ausbildung,

seit 1985 verheiratet, 2 Kinder,

lebt und schreibt in Buchs
(Kanton Zürich/Schweiz).

Das Wetter in Zürich:

 

Bisherige Veröffentlichungen:

Jahr

Titel

ISBN

1998 Anthologiebeitrag
"Väter, Leben mit Kindern - Texte von Vätern"
EDITION DOPPELPUNKT, Wien
3-85273-012-0
1998 Eigene Buchveröffentlichung
"ERLEBNIS FAMILIE"
Satirische und nachdenkliche Texte eines Vaters
Textaid Verlag, CH-Egg
3-9520350-2-5
1999 Eigene Buchveröffentlichung
"DIE ALPENINSEL",
Flug SR111 meldet "Pan, Pan, Pan!"
Roman
HAAG + HERCHEN, Frankfurt
3-86137-862-0
2000 Anthologiebeitrag
"Auch der Wind kennt keine Grenzen"
HAAG + HERCHEN, Frankfurt
3-89846-011-8
2001 Einige Aphorismen in der Rubrik
"Kleine Weisheiten" der Zeitschrift "Das Beste" von Reader's Digest
 
2008 Eigene Buchveröffentlichung
"Gedankentee-Trilogie"
Aphorismen in 3 Büchern:
1) Gedankentee für junge Eltern
2) Gedankentee für Eltern
3) Gedankentee für bewundernswerte Persönlichkeiten

Books on Demand GmbH, DE-Norderstedt



978-3-8370-0269-0
978-3-8370-0426-7
978-3-8370-0639-1
2009 Eigene Buchveröffentlichung
"Zacharo und so"
Reiseliteratur (Griechenland, Westpeloponnes)

Books on Demand GmbH, DE-Norderstedt



978-3-8370-7089-7

Ich stiess 1959 in Grenchen am Jura-Südfuss als zweites Kind, 3 Jahre nach meinem Bruder zu dieser Welt. Sie bestand zur Hauptsache aus einer bescheidenen und - vielleicht gerade deshalb - sehr liebevollen Arbeiterfamilie. Schon ein paar Jahre später wuchteten unsere Eltern ihr hart erarbeitetes Mobiliar nach Büren an der Aare, ein hübsches, historisches Städtchen im Berner Seeland. Dort verbrachten wir unsere zwar luxusarme aber sehr glückliche Kindheit und Jugendzeit. Nach der Primar- und Sekundarschule sollte, nach Meinung meines berufenen Berufeberaters, eine steile Karriere im kaufmännischen Bereich angerissen werden. Einem ersten, recht mühsamen Aufstieg, der in einer gelungenen Lehrabschlussprüfung gipfelte, folgte der tiefe Fall - wahrscheinlich über eine Klippe des Piz' Lingua - zum Gemüserüster in eine Genfer Coop-Filiale. Französisch sollte dort meine zweite Muttersprache werden. All diese Gemüserüster in der Abteilung "Fruites et Légumes" redeten zwar ununterbrochen, aber ausschliesslich spanisch. Also überliess ich Kohl, Gurken et "les fraises rouges" den Südländern, flüchtete kurz entschlossen in ein welsches Backoffice eines Bureau de change der UBS hinab - und zählte haufenweise - Peseten. Von morgens um 6 bis abends um 9 Uhr, während 365 Tagen im Jahr, also auch sonntags und an Weihnachten. Je höher mich die Routine zählen liess, desto unbändiger wurde mein diesen angeblichen Wertpapieren gegenüber empfundener Ekel.

Unzählbar viele klebrige und stinkende Noten später verabschiedete ich mich von dieser ausnahmslos schweizerdeutsch sprechenden Geldwäscherbande mit einem glücklichen, weil erlösenden "Adios", und stieg intern in die Abteilung Publicitée auf. Dort liess man mir absolut keine Chance, in schweizerdeutsch oder spanisch zu konversieren; man sprach intolerant französisch und löste sämtliche Probleme achselzuckend mit einem von Gleichgültigkeit geradezu überschäumenden "Bouf!". Daran - ich gebe es zu - lässt sich's gerne und deshalb widerstandslos gewöhnen.

Nach zweijährigem Aufenthalt in Genf vermochten mich die hohen Saläre nach Zürich zu locken. Ich liess mich von ihnen mit einem "Bouf" kalt erwischen und zog also in diese zweite Grossstadt in meinem Leben. Dort wartete meine jetzige Frau - nicht auf mich. Erst nach jahrelangem dickhäutig machenden Kampf - die Konkurrenz war zahlreicher und zuweilen hübscher - konnte ich sie dazu bewegen, sich in ein Brautkleid zu zwängen um dann im richtigen Moment die wohl weltweit ähnlich gestellte Frage mit "Ja" zu beantworten. Sechs Jahre später, es war Heilig Abend 1990, sollten wir erfahren, dass weder der eben genossene warme Hinterschinken noch der würzige Kartoffelsalat für die akuten Bauchschmerzen meiner Frau verantwortlich gemacht werden durften, sondern dass unser bereits seit neun Monaten sehnlichst erwartete Sohn Philippe mit einer geradezu Wehen auslösenden Beharrlichkeit zum Ausdruck gab, dass er endlich die angeblich so bunt glänzenden Christbaumkugeln selbst bewundern wolle. Ein paar hechelnde Stunden später erblickte er das Kerzenlicht der Welt. 2 ½ Jahre danach, man schrieb das Jahr 1993, sollten wir uns zum zweiten Mal als die glücklichsten Menschen zwischen den nördlichen Eisbären und den südlichen Pinguinen fühlen: Unsere Tochter Corina hatte das fade Fruchtwasser satt und schwamm unter tosendem Applaus ans Neonlicht.

Ich fing bereits in meiner Jugendzeit zu schreiben an. Zuerst Gedichte, später vorwiegend humoristische Prosatexte und kleine, fast ausnahmslos satirische Theaterstücke für besondere Anlässe, wie z.B. Hochzeits- oder Geburtstagsfeste, Partys, Jubiläen, Trauerfei... - nein, das nicht. Ein zwingendes Bedürfnis, meine Gedanken aufs Papier zu bringen, verspürte ich aber erst nach Philippes Geburt. Ich wollte damals dem kleinen bewindelten Geschöpf einfach ein paar interessante und wichtige Dinge sagen, ihm diesen oder jenen Zusammenhang erklären, aber just dann, wenn es mich dünkte, als ob er es endlich begriffen hätte, machte er mich lauthals und beharrlich auf sein angeblich gutes Recht auf einen anständigen Schnuller aufmerksam oder schlief, merkwürdigerweise schreiende Erpressungen für einmal beiseite lassend, sofort ein. Also hatte ich mich vorerst damit zu begnügen, meine Äusserungen stumm zu notieren, nahm mir jedoch vor, später diese Aufzeichnungen meinem Sohn unter die dann bestimmt ausgewachsene Nase zu halten. Mein erstes umfangreiches und bisher noch unveröffentlichtes Manuskript trägt deshalb den zugegeben schlichten Titel: "Der lange Brief an meinen Sohn".


Ich lade Sie ein in meine Textwerkstatt (klicken sie einfach auf den Ballon..)

Besuchen Sie mich doch auch in meiner Schreibwerkstatt...
Diese Seite jemandem empfehlen
Zum Seitenanfang
Zur Startseite von undsoweiter.ch