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Der kleine Thomas hatte Probleme, seine Stiefel anzuziehen und so kniete seine Kindergärtnerin sich nieder, um ihm dabei zu helfen. Mit gemeinsamen Stoßen, Ziehen und Zerren gelang es, zuerst den einen und schließlich auch noch den zweiten Stiefel anzuziehen.
Doch da sagte Thomas: „Die Stiefel sind ja falsch an meinem Fuß!“
Die Erzieherin schaute ungläubig auf die Füße des Kleinen: Tatsächlich: rechts und links waren vertauscht. Sie schluckte ihren Ärger herunter und begann, die Stiefel wieder auszuziehen. Das war genauso mühsam wie das Anziehen, aber gemeinsam schafften sie es. Nun galt es, die Stiefel zum zweiten Mal auf die Füße des Kleinen zu würgen.
Kaum war das vollbracht, sagte Thomas: „Das sind nicht meine Stiefel!“
Jetzt musste die Kindergärtnerin sich schon heftig auf die Zunge beißen, um keine hässlichen Wörter herauszulassen. So knurrte sie lediglich: „Warum sagst du das erst jetzt?“
Schicksalsergeben kniete sie sich wieder nieder und zerrte abermals die widerspenstigen Stiefel von den Füßen. Da erklärte der Kleine deutlicher: „Das sind nicht meine Stiefel. Die gehören meinem Bruder. Aber meine Mutter hat gesagt, ich muss sie heute anziehen, weil es so kalt ist.“
Jetzt wusste sie nicht, ob sie schreien oder still weinen sollte. Sie nahm nochmals ihre ganze Kraft zusammen und schob, zerrte und würgte die blöden Stiefel zum dritten Mal auf die kleinen Füße.
Fertig!
Jetzt fragte sie den kleinen Junge erleichtert: „Okay, wo sind deine Handschuhe?“
Thomas: „Die habe ich in die Stiefel gesteckt!“
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